„Ain’t Nobody (1) – Halte mich“ von Anastasia Donovan

„Ain’t Nobody (1) – Halte mich“ von Anastasia Donovan
Verfasser der Rezension: Silvana
Preis TB: € 12,90 [D] € 13,30 [A]
Preis eBook: € 4,99 [D]
Seitenanzahl Print: 454 Seiten
ISBN: 978-3-95869-549-8
Erschienen am 22.03.2017 im Amrûn Verlag
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Leseprobe
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Klappentext:

Annas Leben ist geprägt durch Magersucht, Missbrauch und Gewalt. Ganz allein kämpft sie gegen ihre Dämonen und lässt niemanden an sich heran – bis sie auf Karim trifft. Ihm gelingt das, was sonst kein anderer schafft: Er erhält einen Blick hinter Annas Maske und verliebt sich in sie. Durch diese Begegnung verändert sich ihr Leben schlagartig und es beginnt ein Kampf um Liebe, Vertrauen und Gerechtigkeit.

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Achtung Spoilergefahr!!!

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Zum Inhalt:

Die 16-jährige Anna hat kein leichtes Leben. Ihr Alltag wird von Missbrauch und Gewalt bestimmt. Um den Attacken ihres Stiefvaters zu entkommen flüchtet sie sich in die Magersucht. Das schlimmste für Anna, ist jedoch, dass ihre Mutter ihrer eigenen Tochter kein Wort glaubt, was Sie nur noch mehr in den Abgrund treibt. Ihre beste Freundin Moni ist die einzige die Bescheid weiß. Dann gibt’s da auch noch die rivalisierenden Gruppen HK und Blacks, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Als Anna von den HK bedrängt wird, kommen die Blacks durch Zufall gerade rechtzeitig damit sie flüchten kann. Doch Karim, dem Anführer der Blacks geht die hübsche Anna fortan nicht mehr aus dem Kopf. Er spürt ihre Verletzlichkeit und dass sie ein schlimmes Geheimnis mit sich herumträgt. Und auch Anna ist wider Willen von ihrem unfreiwilligem Retter fasziniert. Ihm gewährt sie einen Blick hinter ihre Maske, was zur Folge hat, dass Karim sich in die hübsche aber auch verletzliche Anna verliebt. Die Fassade beginnt zu bröckeln und ein Kampf um Liebe, Vertrauen und Gerechtigkeit beginnt, doch können die beiden diesen wirklich gewinnen?

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Mein Fazit:

Das Cover ist relativ düster und wirkt auf den ersten Blick etwas unvollständig. Aber in Verbindung mit dem Cover des zweiten Bandes ergibt es ein tolles Gesamtbild. Der Titel und Klappentext passen ziemlich gut auf die Story. Der Schreibstil ist flüssig und lässt die Seiten schnell dahinfliegen. Die Geschichte beinhaltet wirklich einiges an schwierigen Themen, die aber doch irgendwie vielerorts leider alltäglich sind. An der ein oder anderen Stelle war ich ehrlich gesagt etwas zwiegespalten, da es auf den ersten Blick so wirkt, als wenn Drogen und Gewalt nichts dramatisches sind und zum Leben dazugehören. Je weiter man in die Geschichte eintaucht desto mehr fühlt man mit. Besonders berührend fand ich den Hintergrund von Anna. Die Protagonisten haben mir einige mehr und andere weniger gefallen, was aber aufgrund der Geschichte so gewollt ist. Anna die wirklich tagtäglich schlimmes erleben muss. Ihre beste Freundin Moni die ihr nur helfen will. Traurig wie Anna sie unbewusst immer wieder vor den Kopf stößt. Karim der Anna um jeden Preis helfen will. Die Blacks die hinter Karim und somit ebenfalls hinter Anna stehen. Zu den HK bleibt nicht wirklich viel zu sagen. Schade finde ich auch das Verhältnis von Anna und ihrer Mutter. Ich glaube die Autorin ist ein kleiner/großer Fifty Shades Fan, da dieses Thema sehr oft aufgegriffen wird. (Kleine Anmerkung für die Autorin: „Love me like you do“ läuft beim Helikopterflug, nicht beim Segelflug) ?. Wer kein Freund von Cliffhangern ist sollte auf Teil 2 warten, denn das Ende ist wirklich gemein. Jetzt muss ich so lange auf die Fortsetzung warten. Ein tolles Buch mit schwer verdaulichen Themen und minimalen Schwächen. Dennoch kann ich eine klare Leseempfehlung aussprechen.

4 von 5 ? ? ? ?